Hilfen für Kultursparten

Musik

Finanzielle Soforthilfen können bei folgenden Institutionen beantragt werden:

  • Bei der Deutschen Orchester-Stiftung können einmalig 500 Euro Nothilfe von freiberuflichen Musikerinnen und Musikern, die Mitglied in der Künstlersozialkasse sind, beantragt werden. Der entstandene Ausfall durch die Corona-Pandemie muss dokumentiert werden. Die Deutsche Orchesterstiftung bittet zugleich um Spenden, damit diese Hilfe geleistet werden kann.
  • Die Zeitschrift crescendo hat ebenfalls eine Musiker-Nothilfe aufgelegt, die sich an freiberufliche Musikerinnen und Musiker in existentieller Notlage aufgrund der Corona-Pandemie befinden. Die Anträge müssen bis zum 28.03.2020 eingereicht werden. Zur Finanzierung ruft Zeitschrift auf, Abonnements abzuschließen.

Die GEMA stellt 40 Mio. Euro als Nothilfe-Programm in zwei Schutzschirmen für Mitglieder zur Verfügung. Außerdem hat die GEMA mitgeteilt, dass sie flexible Kulanz-Regeln für Veranstalter, die von der Corona-Pandemie betroffen sind, einführt. Nähere Infos hier.

Musikland-Niedersachsen hat ein umfängliches Tool mit FAQ’s zur Verfügung gestellt, dass sich speziell an Musikerinnen und Musiker aus Niedersachsen richtet. Ebenfalls ist von Montag bis Donnerstag 14.00 bis 16.00 Uhr eine Hotline zu erreichen. Hier stehen derzeit drei Expertinnen und Experten für Rückfragen zur Verfügung.

Wahrnehmungsberechtigte der GVL können einmalig 250 Euro beantragen. Insgesamt steht ein Volumen von 4 Mio. Euro zur Verfügung. Die Hilfe richtet sich an freiberuflich tätige Wahrnehmungsberechtigte, die Honorarausfälle aufgrund der Corona-Pandemie erleiden. Weiter wird innerhalb der GVL derzeit diskutiert, inwiefern Abschläge auf kommende Verteilungen möglich sind.

Literatur

Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG WORT) verweist auf die Unterstützungsmöglichkeiten für Wortautoren und Verleger in aktuellen Notlagen. Zu beachten sind hier die Richtlinien des Sozialfonds.

Film und Fernsehen

Die ARD hat Sofortmaßnahmen für Auftragsproduktionen beschlossen. Es wurden Sonderregelungen bis zum 30.04.2020 beschlossen. Konkret meldet die ARD:  Die geschlossenen Verträge gelten fort und die Auftragsproduktionen sollen fertig gestellt werden. Wir brauchen gerade in dieser Zeit vielfältige Qualitätsinhalte. Kommt es zu Drehverschiebungen und entstehen dadurch Kosten, soll der jeweilige Produzent einerseits alle staatlichen Maßnahmen zur Schadensminderung in Anspruch nehmen, andererseits werden sich die ARD-Sender an den nachgewiesenen Mehrkosten nach einer Entscheidung im Einzelfall freiwillig mit 50 Prozent beteiligen. Mehr dazu finden Sie hier.

Das ZDF hat gestern erklärt, dass es als größter Einzelauftraggeber der deutschen TV-Produktionswirtschaft auch in der Corona-Krise seine Verantwortung wahrnimmt und die Kreativwirtschaft in Form von freiwilligen Leistungen unterstützt. „Das ZDF verspricht schnelle Lösungen bei der Abwicklung der Unterstützung. Wir werden die Hälfte der Mehrkosten tragen, die uns Produzentinnen und Produzenten nachweisen“, so Programmdirektor Dr. Norbert Himmler. Mehr dazu finden Sie hier.

Die Mediengruppe RTL hat in Aussicht gestellt, bei betroffenen Produktionen jeweils nach Einzelfallprüfung einen signifikanten Anteil der angefallenen Mehrkosten bei Lieferverzug durch Covid-19 zu übernehmen.

Die Sendergruppe ProSiebenSat1 hat erklärt für den Fall von Drehverzögerung, -verschiebung oder -unterbrechung flexible Regelungen, fallbezogen, mit den Produzenten zu vereinbaren. Nähere Infos finden Sie hier.

Das Präsidium der Filmförderungsanstalt hat ein Maßnahmenpaket für die deutsche Film- und Kinowirtschaft beschlossen. Hierzu zählt u.a. die Stundung von Darlehensforderungen und Abgabezahlungen, Verzicht auf die Rückzahlung von Fördermitteln bei Projekten, die durch die Pandemie abgebrochen werden mussten sowie die der Verzicht auf Rückzahlungen im Bereich Verleih und physischer Videovertrieb. Nähere Infos finden Sie hier.

Die Produzentenallianz hat für Betriebe der Film- und Fernsehproduktionswirtschaft eine Hotline eingerichtet, die täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr besetzt ist.

Darstellende Kunst

Die Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger stellt aus dem Helene-Achterberg-Hewelcke-Hilfsfonds 50.000 Euro für aufgrund der Corona-Pandemie in Not geratene Theaterkünstlerinnen und -künstler zur Verfügung.

Quelle: Deutscher Kulturrat (Stand 25.03.2020)

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