Allianz der Freien Künste fordert Korrekturen

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      Axel Schneider
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      Allianz der Freien Künste fordert dringende Korrekturen bei der Coronahilfe von Bund und Ländern

      Die 18 in der Allianz der Freien Künste zusammengeschlossenen Bundesverbände fordern eine sofortige Öffnung der Corona-Soforthilfe von Bund und Ländern für Lebenshaltungskosten. Dieser Forderung schließt sich in Sachsen-Anhalt das Landeszentrum Freies Theater e. V. an.
      Die Allianz der Freien Künste begrüßt, dass Bund und Länder sehr schnell ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Corona-Soforthilfe auf den Weg gebracht und entsprechende Finanzmittel zur Verfügung gestellt haben.

      Die Mitgliedsverbände melden jedoch übereinstimmend, dass die Soforthilfe des Bundes bei den zahlreichen Freiberufler*innen, Solo-Selbständigen und kleinen Unternehmen nur sehr eingeschränkt greift. Das liegt zum einen an fehlenden Bundesvorgaben zur Anerkennung anteiliger Lebenskosten als betriebliche bzw. erwerbsmäßige Kosten sowie zum anderen auch daran, dass die Länder Verwaltungsspielräume eher zum Nachteil der freischaffenden Künstlerinnen und Künstler auslegen.

      Zwar werden bei Soforthilfen laufende Betriebskosten wie z. B. Mieten für Ateliers, Arbeits- und Probenräume anerkannt. Persönliche Lebenshaltungskosten, die insbesondere bei freiberuflichen und solo-selbstständigen Kunstschaffenden im Wesentlichen auch unternehmerische Kosten sind, werden in den meisten Bundesländern jedoch kategorisch ausgeschlossen. Freiberufliche tätige Kunstschaffende werden auf diese Weise systematisch in die Grundsicherung gedrängt, obwohl es die zur Verfügung stehenden Mittel und die Vorgaben des Bundes zulassen, Freiberufler*innen,
      Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen entsprechend abzusichern.

      Darüber hinaus herrscht derzeit große Unsicherheit, wie die Soforthilfe des Bundes und andere Hilfs-Maßnahmen miteinander kombinierbar sind.

      Die Allianz der Freien Künste wendet sich eindringlich an die Bundesregierung, mit der Forderung, den Fortbestand der Freiberufler*innen, Solo-Selbständigen sowie der kleinen Unternehmen zu sichern und die Hilfsmaßnahmen auf die konkrete Lebens- und Arbeitsrealität auszurichten.

      Baden-Württemberg sorgt bei der Corona-Soforthilfe für eine faire Regelung für Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und kleine Unternehmen. Das schafft Sicherheit für viele freie Künstler*innen und Unternehmen der Kulturwirtschaft. Die 18 in der Allianz der Freien Künste vertretenen Verbände finden: Das ist ein gutes Beispiel!

      Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und für die in kleinen Unternehmen tätigen Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften können in Baden-Württemberg bei einem durch Corona bedingten Liquiditäts-Engpass auch Lebensunterhaltskosten bis zu einer maximalen Höhe von 1.180 Euro pro Monat aus der Soforthilfe des Bundes bestreiten.

      Es handelt sich um einen Pauschalbetrag, der private Miet- und Lebenshaltungskosten abdeckt – zusätzlich zu fortlaufenden Betriebskosten. Dieses Beispiel soll­te nun bundesweit Schule machen!

      Die Allianz der Freien Künste fordert die Landesregierungen der anderen Bundesländer auf, sich am Beispiel Baden-Württembergs zu orientieren.

      Siehe: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/

      Der Allianz der Freien Künste gehören an:
      Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft, der Bund der Szenografen, der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, der Bundesverband Freie Darstellende Künste, der
      Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum, der Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus, der Dachverband Tanz Deutschland, der Deutsche Tonkünstlerverband, die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik, die Deutsche Jazzunion, der Deutsche Komponistenverband, der Deutsche Textdichter-Verband, die Gesellschaft für Neue Musik, die Hans-Flesch-Gesellschaft, der Verband der HörspielRegie, FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland, der Verband Deutscher Puppentheater sowie die Vereinigung Alte Musik.

      ALLIANZ DER FREIEN KÜNSTE
      Kunstquartier Bethanien
      Mariannenplatz 2, 1099

      Sprecher: Stephan Behrmann
      Tel.: 0177 / 733 99 28

      • Dieses Thema wurde geändert vor 1 Monat, 3 Wochen von Axel Schneider.
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